Mädchen, Mädchen!

woman_eyes_InnereKraft_3„Rede mit, bring dich ein und entscheide, was du aus deinem Leben machst.“ Mit dem „Mädchenbeirat“ unterstützt die Hil-Foundation Mädchen und junge Frauen in Österreich dabei, unsere Zukunft aktiv mit zu gestalten.

Was bedeutet es, ein Mädchen, eine Frau zu sein? Was ist gutes Leben? Wie kann ich mich schützen – vor körperlicher Gewalt aber auch vor Übergriffen in der Cyber-Welt?  Wer bin ich, wer will ich sein? Diese und ähnliche Fragen werden im Mädchenbeirat aufgeworfen und in verschiedenen Projekten in ganz Österreich bearbeitet.

„Die Hil-Foundation will mit dem „Mädchenbeirat“ auf den Gender-Gap in Österreich und Deutschland aufmerksam zu machen und das Selbstvertrauen von Mädchen und jungen Frauen stärken,“ erklärt Dr.in Susanne Hillebrand von der Hil-Foundation. Die gemeinnützige Familien-GmbH unterstützt Menschen, die weniger Chancen haben als andere, ihr Leben selbstbestimmt zu führen. Dazu gehören neben benachteiligten Kindern und Jugendlichen, MigrantInnen, sexuelle Minderheiten, Menschen mit Beeinträchtigungen und eben auch Mädchen und junge Frauen. „Noch immer gibt es massive Unterschiede in der Behandlung und den Möglichkeiten für Frauen in unserer Gesellschaft,“ erklärt Dr.in Susanne Hillebrand, „im Rahmen des Mädchenbeirat wollen wir Mädchen den Erfahrungsschatz geben, etwas bewegen zu können.“

Dieser Schatz wird dabei auf zweierlei Weise vermittelt. Einerseits können Vereine und Initiativen Projekte einreichen, die das Selbstvertrauen von Mädchen und jungen Frauen schon möglichst früh im Leben stärken. 2015 wurden 13 Projekte ausgewählt, darunter „What a good life“ vom „Bürgerinnen Service Flachgau“, wo sich Mädchen unter Anleitung auf kreative Art und Weise mit ihrer Zukunft auseinandersetzen können. „Mutige Mädchen“ vom Verein „wendepunkt“ in Niederösterreich beispielsweise organisiert Selbstverteidigungskurse für Mädchen im weitab gelegenen Industrieviertel. „Wir wollen, dass die Mädchen besser auf sich Acht geben, ihre Ideen und ihre Tipps für Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung  an andere Mädchen weitergeben,“ erklärt Wendepunkt-Mitarbeiterin Melanie Zeller. Der nächste Call zur Einreichung von Projekten für den Mädchenbeirat wird im März 2016 starten. Um Chancen auf die Förderung von EUR 5.000,- durch die Hil-Foundation zu erhalten, müssen die eingereichten Projekte vor allem neu, motivierend und von Frauen oder Mädchen für Mädchen und junge Frauen gemacht sein.

Die Auswahl der Projekte erfolgt dann im Mädchenbeirat selbst, der an einem Wochenende im Oktober mit einer Gruppe Mädchen und junger Frauen stattfindet, die sich zuvor dafür bewerben können. „Das ist ein sehr motivierender, inspirierender und stärkender Prozess für die Teilnehmerinnen,“ weiß Teresa Lugstein, die Organisatorin und Koordinatorin des Mädchenbeirats. Für den Beirat 2016 werden noch Interessentinnen zwischen 15 und ca. 25 Jahren – mit möglichst diversen Hintergründen und Voraussetzungen – gesucht. Patrizia Horcher, war im Oktober 2015 auf Schloss Puchberg in Oberösterreich mit dabei: „Der Mädchenbeirat bietet die Möglichkeit sich selbst einzubringen und gleichzeitig Gutes für Andere zu tun. Mit meiner Teilnahme wollte ich einen Schritt zur Veränderung setzen.“ „Denn“, so zitiert die 19-Jährige den Schriftsteller Erich Kästner, „es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Willst auch Du wirklich was bewegen? Dann bewirb Dich für den Mädchenbeirat 2016! Auch Projekteinreichungen zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen sind möglich! Nähere Informationen zur Bewerbung und zum nächsten Call sind unter diesem Link auf www.hil-foundation.org zu finden.

 

 

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Keine Arbeit, keine Integration

Refugees_pakistani_jpgsKönnen Sie sich  vorstellen, in ein fremdes Land gehen zu müssen? Nein? Versuchen sie es einmal…..Sie lassen ihr Zuhause, ihre Familie, ihre Freunde, ihre Arbeit, ihre gesamte Existenz hinter sich. Packen das Wichtigste in eine Tasche und gehen. Flüchten. Dann, irgendwann (die oft lebensbedrohlichen Strapazen wollen wir hier nicht beleuchten) kommen Sie irgendwo an. Sagen wir, in Österreich. Sie landen in einem Auffanglager mit Hunderten, Tausenden anderen, in Traiskirchen zum Beispiel. Stellen den Asylantrag und bekommen, wenn Sie viel Glück und meist auch Geduld haben, einen Aufenthaltstitel. Und dann? Wohnen Sie mit vielen anderen in der Unterkunft eines Bundeslandes, erhalten in etwa 800,- Mindestsicherung und haben dennoch: Nichts. Was ist mit ihrem Job, dem Gelernten, ihrer Erfahrung? Was tun Sie den ganzen langen Tag, außer Essen und hoffentlich Deutsch zu lernen? Suchen Sie eine Arbeit? Ja? Wenn Sie vom AMS vermittelt werden wollen, müssen Sie die deutsche Sprache bereits auf dem Mindest-Niveau „B2“ beherrschen. Doch selbst dann, wo, wie und wer will Sie schon beschäftigen? Sie, der Deutsch nicht gut spricht, keine oder eine Qualifikation besitzt, die mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht dem Niveau entspricht, wie es die Leute hier gewohnt sind? Sie, der vielleicht traumatisiert ist, eine andere Religion und andere Werte besitzt? Niemand wird gerade Sie beschäftigen wollen. Das ist in den allermeisten Fällen wohl die Antwort. Denn: als offiziell anerkannter Flüchtling oder sagen wir lieber, als Bleibeberechtigter, sind Sie jedem Österreicher am Arbeitsmarkt gleichgestellt. Das bedeutet für Ihren potenziellen Arbeitgeber: Er muss Sie gleich behandeln und entlohnen, wie jeden Anderen in Österreich auch.

Tatsache ist, dass hunderte, tausende anerkannte Flüchtlinge oder subsidiär Schutzberechtigte in unserem Land bleiben und leben werden – zumindest die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Wenn diese Menschen nicht arbeiten können oder dürfen, werden Sie niemals Teil unserer Gesellschaft werden – mit allen negativen Folgen. Die Attentate von Paris sollen hier gar nicht strapaziert werden, aber dennoch: Ghettoisierung, Armut, Radikalisierung wären die eine Seite der Medaille. Die andere: keine Beiträge ins Sozialsystem, keine Bereicherung, auch in wirtschaftlicher Hinsicht für unsere Gesellschaft.

Was also ist zu tun? Was ist die Lösung?

Wie wäre es mit folgender Antwort: Es gibt einen gemeinnützigen Verein, der es sich zur Aufgabe macht, Humanität mit Ökonomie zu verbinden. Ein Verein, der versucht aus der momentanen Lage eine Situation zu schaffen, in der beide Seiten – sowohl Österreicher, als auch anerkannte Flüchtlinge – profitieren können .

Dieser Verein, der Verein zur Förderung der Integration und des Unternehmertums – kurz „IntU“ heißen könnte, setzt sich zum Ziel, Bleibeberechtigten eine erste Chance zu geben, am österreichischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dies soll in Form von 3-monatigen „Volontariaten“ stattfinden. Die nach Berufs- und Deutschkentnissen ausgewählten Personen, sollen die Möglichkeit bekommen, unentgeltlich in Unternehmen zu arbeiten.

Bevorzugter Weise findet das in Berufen statt, die mit Österreichern aus Kostengründen nicht, nicht mehr oder nur noch sehr schwer zu besetzen sind. Dazu gehören Berufe wie Küchenhilfskräfte, Supermarktmitarbeiter, Tankstellenwarte, Schuster, Schneider, Tischler, Schmied, Dolmetscher, Einzelhandelsmitarbeiter, Karrosseriebautechniker, Schweißer oder Altstoffaufbereiter.

Für die involierten Unternehmen ergäbe sich so die Chance, Mitarbeiter drei Monate lang quasi „kostenlos“ zu beschäftigen. Im Falle eines positiven Beschäftigungsverlaufes, könnten Unternehmen auf diese Art und Weise, loyale, gute, fleißige bzw. lernwillige Mitarbeiter finden. Wenn nicht, bekommen die Menschen zumindest eine Chance, den ersten Schritt in Richtung Integration gehen zu können. Denn, wie schon erwähnt, nur integrierte Menschen mit Arbeit stellen eine Bereicherung und keine Bedrohung für den sozialen Frieden und keine immensen zusätzlichen Kosten für unsere Gesellschaft dar.

Wie fänden Sie das? Wäre das eine Möglichkeit? Ich glaube schon!

Dieses Projekt „IntU“ ist meine Herzensangelegenheit zur möglichen Lösung der (Problem-)Lage der Nation. Mit vielen Helfern, Unterstützern und Mitstreitern. Aber auch mit viel Gegenwind von Seiten der Politik und einigen Institutionen. Wenn Sie mir dabei helfen wollen – sei es in rechtlicher Hinsicht, mit Arbeitsplätzen, mit Lobbying oder auch mit Rat, Kritik und Tat. Ich kann IHRE Hilfe sehr sehr gut gebrauchen! Denn wir alle sind es, die unsere Zukunft in der Hand haben – zumindest ein bisschen.

 

 

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Inkarnation für Ihren PC

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Das Unternehmen rwsanderskompetent entsorgt und wiederverwertet gebrauchte Laptops und PC´s. Mehr Nachhaltigkeit für ausgediente EDV-Geräte ist kaum möglich.

In der Warwitzstraße 9 in Salzburg Sam geht es geschäftig zu. Hier wird gerade eine Lieferung gebrauchter PC´s und Laptops sondiert, geschlichtet und in zwei Kategorien eingeteilt: Wiederverwertung oder Entsorgung. „Nur weil viele PC´s ausgetauscht werden müssen, alt oder kaputt sind, bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch wertlos sind,“ weiß rwsanderskompetent-Betriebsleiterin in Salzburg, Monika Tatzreiter.

Die äußerst dynamische Entwicklung der Elektronikindustrie stellt die Welt vor Frage der Entsorgung der wachsenden Elektromüllberge – und vor die Tatsache schrumpfender Ressourcen wichtiger Edelmetalle auf der anderen Seite. Das Projekt „PC OK“ der rwsanderskompetent fängt gleich mehrere Fliegen auf einen Schlag.

„Die PC-Zerlegung verbessert die Wiederverwertung wichtiger Rohstoffe. Die Wiederaufbereitung verlängert die Lebensdauer gebrauchter Geräte und schont Müllberge und rare Ressourcen gleichermaßen,“ erklärt Tatzreiter. Der Verkauf der wiederaufbereiteten Computer bedeutet außerdem günstige IT-Technik für jene, denen Umweltschutz am Herzen liegt, oder nur über ein kleineres Geldbörsel verfügen. Abgesehen davon sichert die PC-Zerlegung und Wiederaufbereitung Firmen ein kostengünstige Variante, sich ihres EDV-Schrotts zu entledigen. „EU-Bestimmungen geben Unternehmen vor, dass Elektromüll entsprechend und meist kostenintensiv entsorgt werden muss,“ erklärt Monika Tatzreiter, „wir übernehmen die Altgeräte hier vor Ort, bzw. holen wir größere Menge ab und schaffen so Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung.“

Der eigentliche Unternehmenszweck der rws ist die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt. Da die PC-Demontage eine relativ einfache Tätigkeit und im geschützten Rahmen der rws sehr gut machbar ist, kann der Lebensunterhalt von vier beeinträchtigen Mitarbeitern gesichert und ihr selbständiges Leben ermöglicht werden.

Viele Salzburger Betriebe überlassen ihre Altgeräte der rws – die Zufriedenheit von Firmen wie Bosch oder Miele spricht für sich. In Summe wurden im letzten Jahr 2.500 EDV-Geräte zerlegt und fachgerecht entsorgt. Die Computer werden von der rws bei den Unternehmen abgeholt, die erforderliche Dokumentation erledigt. Privatpersonen steht die Möglichkeit offen, ihren PC in der Warwitzstraße 9 abzugeben. Wiederverwendbare PCs werden gereinigt, Daten werden gelöscht und das Betriebssystem neu aufgesetzt. Gegen eine Gebühr werden die Daten auch zertifiziert gelöscht.

Monika Tatzreiter jedenfalls freut sich über jeden einzelnen neu einlangenden Alt-PC, da, um nicht nur nachhaltig sondern auch wirtschaftlich zu sein, eine weitaus höhere Stückzahl pro Monat bearbeitet werden kann.  „In unserem PC OK Shop bieten wir vom PC zum Bildschirm, vom Laptop zur Maus günstige, aber voll funktionstüchtige Geräte an, die auch für Betriebe durchaus von Interesse sind,“ sagt die rws-Betriebsleiterin, „zudem erhält jeder Käufer eine gute Beratung und somit ein Gerät, das auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist.“

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Monika Tatzreiter, rwsanderskompetent, Warwitzstraße 9, Salzburg, Tel: 0662/625796 oder rws@anderskompetent.at 

Öffnungszeiten zur Abgabe von EDV-Geräten von Mo–Fr von 8–17:00 Uhr

PC OK Shop Mo – Mi: 9-16.30
Do 9-18 Uhr
Fr 9-16 Uhr

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Trekken für Nepal

Foto Credit: THANK YOU to Taylor Miles https://www.flickr.com/photos/taylormiles/

Foto Credit: Taylor Miles

Christian Obojes unterhält in Nepal eine Strickerei und produziert dort Mützen. Schon vor dem Erdbeben am 25. Mai hat er seine Arbeiter unterstützt. Im Oktober organisiert er nun eine Trekking-Reise, welche Geld, Arbeit und ganz nebenbei auch eine sensationelle technische Erfindung zur Erzeugung von Strom in eines der zerstörtesten Täler Nepals bringt. 

Traumhafte Natur, atemberaubende Berge, liebenswürdige Menschen, jahrtausendealte Kultur. Nepal ist nicht nur für spirituelle Menschen ein Ort der Sehnsucht. Es ist ein Land, das im Frühsommer dieses Jahres von einem der verheerendsten Erdbeben dieses Jahrhunderts verwüstet wurde. „Der Grund der Reise ist es, am Wiederaufbau Nepal beteiligt zu sein und den Leuten etwas zu geben. Direkt und 100%, mit dem Geld und einer neuen, einzigartigen Solarzelle, die wir mitbringen,“ sagt der Tiroler Christian Obojes.

Am 13. Oktober soll es losgehen. Dann werden insgesamt 15 Teilnehmer die 10-12 tägige Trekkingsreise in den Himalaya, genauer in das Rolwaling Tal, wo 4 Dörfern komplett zerstört wurden, antreten. 500 Euro der ingesamt 2.000,- Euro Reisekosten (exkl. Flug) jedes Teilnehmers kommt den dortigen Bewohnern zugute. „Wir konzentrieren uns auf das Tal und versuchen Häuser mit zu finanzieren und zu helfen wo es geht,“ erklärt Christian Obojes. Außerdem stellt der Bergtourismus die wichtigste Einnahmequelle vor Ort dar. „Wenn Trekking und Hiking zurück kommen, geht es auch den Einheimischen wieder besser, da das Geld ja lokal ausgegeben wird. Davon lebt ein Tal,“ erklärt Obojes. Mit den zwei nepalesischen Bergführern Minga und Phurba, die in der Everest Lawine alles verloren haben, werden zwei der erfahrendsten Sherpas Nepals die Tour organisieren und führen. 

Gemeinsam mit dem Innsbrucker Geschäftsmann und Bergsteiger Josef Einwaller hat Obojes bereits im Mai Hilfsgüter im Wert 1 Million Euro und 350.000 Euro Spenden zusammengebracht. Um den Menschen nun den so lebenswichtigen Strom zurückzubringen, hat der Agentur-Inhaber diesmal eine Neuerfindung mit Weltpatent mit im Gepäck. Ein Photovoltaikpanel, das der Salzburger Johannes Stöllinger erfunden hat und das am Markt so noch nicht zu haben ist, aber das Zeug zum Welterfolg in sich birgt. „Sungrid“ erzeugt“ 30 oder 50 Watt Strom und wiegt mit allem benötigten Zubehör in einem Karton 4 bis 5 Kilogramm. Die Panele können einfach vor die Tür gestellt, oder aufs Dach genagelt werden. Sie sind Schnee und Hitzebeständig. Die Kosten belaufen sich auf 100,- bzw. 130,- Euro pro Panel.

Obojes sucht nun nach Sponsoren, die „Sungrid“-Solarpanele kaufen und die im Oktober bereits mitgenommen und verteilt werden sollen. „Das ist ein Weltpatent, etwas ganz Konkretes und stellt für jemanden, der vielleicht schon Geld gespendet hat, eine Hilfe zum Angreifen dar“. Wenn die Truppe im Oktober viele „Sungrids“ zusammen bringt, könnte auch bald jemand gefunden werden, der diese vor Ort zusammenbaut. Und dann, so Obojes, „könnten so auch wieder ein paar neue Jobs geschaffen werden.“ 

Spendenkonto „Josef Einwaller / Strom für Nepal“ Tiroler Sparkasse IBAN: AT76 2050 3033 0164 6364 BIC: SPIHAT22

Für die Trekking-Tour sind noch einige Plätze frei. Bitte sich direkt mit Christian Obojes christian@roomwithaview.at in Kontakt zu setzen.

Tourdetails: 

13.10. Start in Kathmandu. Drive with the jeep/bus thru Charikot (little city) and Suri Dhovan to Jogart. About 10 h busride. Depending if we are arriving early enough and try weather we will propably hike to Simigaun Village on 2000m.

Spend the night there. Last time we had an acclimatisation day there.

15.10 We will hike to Kyalche 2750m.

16.10 Hike to Bedding 3640m propably with a acclimatisation day

17. or 18.10. Hike to NA 4200, spend the night

18/19.10 Hike to Basecamp of Yalong Ri 5200m

20.10. Yalong Ri 5630m back to NA or Bedding. 

Return to KTM is about 1,5 -2  days back trekking, and 8h bus/jeep. 

We will also visit Kathmandus sightseeing attractions like Stupa Budhnat, maybe Kopan, Tamal (oldtown), Monkeytemple and the most important Buddhist temple. 

The group from Innsbruck with Josef Einwaller will then go over the Yalong Ri Pass towards Namche Bazar. 

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„Helfen macht uns erst zu Menschen“

Foto Credit: phlebotomy training @flickr

Foto Credit: phlebotomy training @flickr

Hasspostings, grauenvolle hygienische Zustände, menschenunwürdige Unterbringung. Die Schreckensbotschaften aus und über das „Flüchtlingslager“ Traiskirchen sind lang. Doch mindestens ebenso lang ist die Liste der Österreicher, die helfen. 

Zweimal hat sich Theresa Walla aus Salzburg auf den Weg gemacht. Die 37-jährige hat auf Facebook in ihrem Freundesnetzwerk Spenden gesammelt und damit Nahrungs- und Hygieneartikel für Mütter und Babies eingekauft, ist zweimal die 320 Kilometer nach Traiskirchen gefahren um dort die so dringend benötigten Dinge zu verteilen. „Meine Eltern haben ein Vermögen bezahlt, damit ich mit Ausländern in die Schule gehen darf, damit mein Horizont weiter als von Vöcklabruck bis Attersee reicht. Dass ich jetzt etwas gegen diese entsetzliche Xenophobie tun muss, ist meine Verantwortung als internationaler Schüler.“

Amanda Goess hat erst vor wenigen Tagen einen Bastel- und Malkurs in Traiskirchen organisiert und möchte jetzt – aufgrund des unglaublich großen Andranges – diesen gerne einmal pro Woche wiederholen. Dafür sucht sie jetzt einen Platz, wo sie mit den Asylsuchenden hinkann. Mit einem Freund, Wolfgang Viragh, will sie außerdem die so dringend benötigten Taschen oder Rucksäcke organisieren und versucht nun, private Spenden aufzutreiben. „Einen Nachmittag inmitten der Flüchtlinge in Traiskirchen, ihre herzzerreissende Armut zu sehen und die Verzweiflung in ihren Augen hat mich dazu bewogen, meine Ärmel hochzukrämpeln und mit anzupacken! Jeder von uns kann helfen, auch im Kleinen,“ sagt Amanda Goess.

Musiker Leo Bei wiederum wird mit zahlreichen weiteren Größen des österreichischen Musikhimmels mit einem Benefizkonzert am 10. September die Szene Wien rocken. „Der Gesamterlös des Abends soll je zur Hälfte an das Haus UMF in Wien 15 gehen, wo 45 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben, der Rest an die obdachlosen Flüchtlinge in Traiskirchen.“

Die Ärztin Cornelia Dechant fährt bereits seit circa einem Monat regelmäßig nach Traiskirchen um Medikamente bzw. frisches Verbandsmaterial zu verteilen. Auf der Internetplattform Die schweigende Mehrheit, die sich für Solidarität mit Menschen in Not und eine menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen einsetzt, veröffentlicht sie Listen von Medikamenten, die sie einsammelt und dann verteilt.

Mit originell designten „Refugees welcome“-T-Shirts, die über die Internetseite www.refugeeswelcome.at käuflich erworben werden können, haben die drei Wienerinnen, Ute Mayrhofer, Karin Mayer und Martina Wolf eine kreative Idee zur Spenden-Akquise verwirklicht. In nur fünf Wochen haben sie ihr Projekt aus dem Bedürfnis heraus verwirklicht, „aktiv zu werden und der Fassungslosigkeit über das Versagen der Politik sowie der zunehmend spürbaren Fremdenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft etwas entgegen zu setzten.“

Eine mit 2.000 Mitgliedern bereits sehr erfolgreiche private Hilfsaktion hat Gloria Azra Ambrosch gegründet. Sie wollte in der Fastenzeit etwas Gutes tun, fuhr nach Traiskirchen und gründete die Facebook-Gruppe Start:Now Traiskirchen Flüchtlinge. Dort werden nun Listen mit benötigten Utensilien, Tipps zur richtigen Verteilung und immer neue Ideen für Spenden, wie oder was jemand brauchen könnte oder Aktionen vom Schwimmkurs bis zum Filmabend von privat zu privat gepostet und organisiert.

Meine Liste der Menschlichkeit ließe sich hier – je länger ich noch recherchiere  – verlängern und verlängern. Die Facebook-Gruppe der privat organisierten Flüchtlingshilfe „Happy.Thankyou.moreplease“ beispielsweise, hat sogar bereits unglaubliche 4340 Mitglieder!

Auch die Stadt Wien ist mittlerweile auf den Zug der privaten Hilfe aufgesprungen und hat die Website www.diehelferwiens.at ins Leben gerufen. Eine äußerst umfangreiche Plattform für ehrenamtliche Tätigkeiten, Wohnraum, Sach- oder Geldspenden.

In Salzburg gibt es seit Mitte Juli mit der Internetplattform „Salzburg hilft“ eine Übersicht des Landes, wie und wo man sich ehrenamtlich einbringen oder spenden kann.

Menschen, Institutionen oder Unternehmen, die sich freiwillig für Flüchtlinge engagieren wollen, können ihr Angebot auch im neuen Portal „Wir sind dabei“ des Österreichischen Integrationsfonds präsentieren.

So schlimm es ist, so wunderbar ist es auch, wie viel Menschlichkeit und Engagement es gibt bei uns. Und: Es scheint tatsächlich so zu sein, wie ich es unlängst auf einem Plakat, an einer Kirche gelesen habe: „Helfen macht uns Menschen erst zu Menschen.“

Kontaktliste: 

amanda.goess@icloud.com

Benefizkonzert Leo Bei: https://www.facebook.com/events/1040289555989329/

Die schweigende Mehrheit sagt JA: schweigendemehrheit.at

T-Shirts: http://www.refugeeswelcome.at

geschlossene Facebook-Gruppe Start:Now: https://www.facebook.com/groups/960036000704118/?fref=ts

Facebook-Gemeinschaft Happy.Thankyou.moreplease: https://www.facebook.com/pages/Happythankyoumoreplease/1446266219036099?fref=ts

Die Helfer Wiens: www.diehelferwiens.at/

Integrationsfonds-Seite „Wir sind dabei“: http://www.wirsinddabei.at/

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Auf Pump bei unserem Planeten

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Der „World-Overshoot-Day“ fällt heuer auf den 13. August. Dann haben wir Menschen unser Budget an natürlichen Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht.

Wissen Sie, wie groß Ihr persönlicher ökologischer Fußabdruck ist? Mein „ecological footprint“ beträgt 2,4! Das heißt, wenn jeder so leben würde wie ich, bräuchten wir 2,4 Mal so viele Ressourcen, als die Erde uns zur Verfügung stellen kann. Das hört sich schlimm an – und ist es auch.

Die Daten sind nicht nur für mich persönlich, sondern vor allem global gesehen alarmierend, schockierend, beängstigend: Überfischung, Abholzung von Wäldern, Verknappung des Süsswassers, Zunahme von CO2 in der Atmosphäre und die Anhäufung von Abfällen und Verunreinigungen. Daraus resultierend: Naturkatastrophen, Ressourcenkonflikte, Kriege, Massenflucht, Hungersnöte, Krankheiten. „Overshoot, oder Raubbau findet statt, wenn die Nachfrage der Menschheit nach natürlichen Ressourcen die tatsächlichen Bestände übersteigt,“ erklärt der Schweizer Nachhaltigkeits-Vordenker und Gründer des Global Footprint Network, Mathis Wackernagel. Genau das passiert heuer am 13. August, dem so genannten World-Overshoot oder Erdüberlastungstag. Dann haben wir die natürlichen Ressourcen der Erde für dieses Jahr aufgebraucht. Wir leben also auf Kosten unserer Erde – doch mit welchen Folgen?

„Limits to Growth“, die erste weltweit anerkannte und groß angelegte Studie zur Entwicklung der Weltwirtschaft sagte den Kollaps bzw. „das Erreichen der Wachstumsgrenzen“ unserer Welt bis Mitte dieses Jahrhunderts voraus, wenn „die Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält.“ (mehr dazu siehe „Grenzen des Wachstums“). Nach der Lektüre des dazu veröffentlichten Buches entschlossen sich der Schweizer Ingenieur Mathis Wackernagel und sein Doktorvater William Rees in den Neunzigern, den schwammigen Begriff Nachhaltigkeit besser fassbar zu machen. Das Ergebnis: der ökologische Fussabdruck. Dieser gibt an, wie viel Fläche eine Person, eine Firma oder eine Ge­sellschaft braucht, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken. Ein Fussabdruck von 1 bedeutet, dass die Natur nachhaltig genutzt wird. Der Fussabdruck der Schweiz beträgt 4. Global betrachtet beträgt der Wert 1,5. Das heißt, dass wir Menschen 1,5 Erden brauchen würden, um unseren Bedarf zu decken.

„Wir wollen eine Welt, in der alle Menschen in Wohlstand leben können, weil wir die ökologischen Kapazität der Erde schützen und pflegen, statt sie zu erodieren. Es soll eine Welt sein, in der wir Innovationen nutzen, um unsere ökologische Sicherheit zu stärken,“ lautet Wackernagels Vision, der mit seinem Global Footprint Network seit 12 Jahren unermüdlich daran arbeitet, das Bewusstsein der Menschen für Nachhaltigkeit und weniger Ressourcenverbrauch zu stärken.

„Wie viel fahren Sie mit dem Auto oder dem Fahrrad?“, „Trocknen Sie Ihre Wäsche an der Leine oder im Trockner?“, „Wie viel verpackte, bearbeitete oder auch biologische Lebensmittel konsumieren Sie?“ oder „Schalten Sie Ihre Elektrogeräte, auch den Stand-By-Modus aus?“ – sind Fragen, die man zur Berechnung des jeweils eigenen, individuellen ökologischen Fußabdrucks mit dem Footprint-Calculator auf www.footprintnetwork.org beantworten kann. Am Ende der Fussabdruck-Kalkulation gibt es Tipps, um den jeweils eigenen Fußabdruck zu verringern. Etwa, den Fleischkonsum zu minimieren oder heuer vielleicht einmal zu Hause Urlaub zu machen und nicht mit dem Flugzeug zu verreisen.

„Denn,“ so fragt sich Mathis Wackernagel zu Recht, „die Erde liefert alles, was wir zum Leben brauchen. Aber was braucht es, damit die Menschheit innerhalb der ökologischen Grenzen unseres einzigen Planeten lebt?“

Mathis Wackernagel, l'inventore dell'Impronta Ecologica, ritratto oggi a MIlano. La crisi economica come stimolo aicambiamenti, la sostenibilita' ambientale come prospettiva di sviluppo per le imprese italiane. E' lo scenario delineato al convegno internazionale 'Alimentazione e Ambiente sano per te, sostenibile per il pianeta' organizzato oggi a Milano dal Barilla Center for Food & Nutrition (Bcfn), ''un centro di pensiero e cambiamento che, con approccio trasversale, mira a proporre soluzioni per affrontare le sfide alimentari del prossimo futuro'', come ha detto Paolo Barilla, vice presidentedel Gruppo Barilla. ANSA/STEFANO PORTA/on

Mathis Wackernagel ist Präsident des Global Footprint Network und reist seit seiner Entwicklung des „Global Ecological Footprint“ in den Neunziger Jahren um die Welt, um die Menschen auf die Grenzen unserer Erde aufmerksam zu machen und zu weniger Ressourcenverbrauch zu animieren.

Foto: www.ansa.it

Footprint-Calculator – zur Berechnung des eigenen ökologischen Fußabdrucks.

Klicken Sie hier für weitere konkrete Aktionen gegen den Overshoot/ Raubbau.

Foto Credit: THANKS to Richard Bradshaw www.flickr.com/photos/richard_bradshaw/

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Minderjährig – unbegleitet – Flüchtling

Im Rahmen des Projekts „Open.Heart“ sucht die Salzburger Kinder- und Jugendanwaltschaft nach Paten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Said ist 18 Jahre alt. Er flüchtete aus Afghanistan und ist seit November 2014 in Salzburg. Zuerst wohnte er – wie die meisten minderjährigen Flüchtlinge – im Clearing House Salzburg, einer SOS-Kinderdorf-Einrichtung, wo unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreut und ihr Aufenthaltsrecht geklärt wird. „Die Jugendlichen haben oft furchtbare Erlebnisse hinter sich und sind allein auf sich gestellt. Sie verstehen zumeist kein Wort Deutsch und wissen nicht was mit Ihnen passiert oder wohin sie sollen,“ erzählt Andrea Holz-Dahrenstaedt Geschäftsführerin der Salzburger Kinder- und Jugendanwaltschaft bei der Informationsveranstaltung zum „Open.Heart“-Projekt am 7.7.2015 in Salzburg.

Immer mehr minderjährige Kinder und Jugendliche, die aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder Somalia flüchten, landen bei uns.  Alleine, ohne ihre Eltern. Im Projekt „Open.Heart“ der Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg werden nun Paten gesucht, um diesen Kindern Halt, Sicherheit und Hilfe zukommen zu lassen.

Said bewarb sich für eine „MutMacher“-Patenschaft, welche die kija bereits seit 2007 für alle Kinder und Jugendliche mit entsprechendem Bedarf anbietet. Seine Mentorin Andrea, eine pensionierte Psychotherapeutin, machte gemeinsame Spaziergänge mit ihm und ihrem Hund, brachte ihn mit ihrem Enkelsohn zusammen und hat Bewerbungsgespräche simuliert. Nun hat Said einen Job in der Gastronomie, verdient zumindest ein wenig Geld und wohnt in einem eigenen Zimmer. „Ich bin stolz auf ihn, er ist ein liebenswerter junger Mann und ich bin froh, dass er in mein Leben gekommen ist,“ erzählt die Mentorin.

Der Bedarf an Paten und Patinnen für auf sich gestellte Flüchtlinge steigt. Seit letztem Jahr ist die Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Österreich auf das Doppelte angestiegen. In Salzburg sind es derzeit 166. „Diese brauchen besonders dringend Hilfe, weil sie ganz ohne Bezugspersonen in Österreich sind,“ sagt Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt. Im Herbst startet die kija deshalb mit einer Ausbildung, welche die potenziellen „Open.heart“-PatInnen auf die Aufgabe mit den oft traumatisierten Jugendlichen gut vorbereiten soll. Außerdem werden die zukünftigen Paten von der kija im Rahmen von Stammtischen, Reflexionsrunden und entsprechender Hilfe begleitet und unterstützt.

Voraussetzung um als Pate tätig zu werden ist ein echtes Interesse an anderen Kulturen und ein wenig Zeit für das Patenkind. „Ein gutes Ziel für eine solche Patenschaft wäre, einen Nachmittag alle ein bis zwei Wochen mit dem Kind zu verbringen, sowie Kontinuität und die Bereitschaft, einen neuen Menschen in mein Leben aufzunehmen,“erklärt Holz-Dahrenstaedt. Jede Patenschaft gestaltet sich klarerweise anders und die Aktivitäten reichen von gemeinsamen Wanderungen, Ausflügen, Deutsch-Unterricht, Lernen oder Kochen bis zum Schwimmunterricht oder Skifahren. Für größere Aufwendungen gibt es auch finanziellen Ersatz. „Man muss sich einfach drüber trauen,“ erzählt Mentorin Andrea, „dann ist es auch eine unheimliche Bereicherung für das eigene Leben und das der ganzen Familie.“

Bei Interesse an einer Patenschaft bitte bei der kija(at)salzburg.gv.at melden!

Foto Credit: www.flickr.com/photos/uzairmalik

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